Jeder fünfte Antigenschnelltest ist nicht hinreichend sensitiv

Im Zuge der neuen Corona-Verordnungen steigt die Nachfrage nach Antigenschnelltests dramatisch, von ersten Engpässen und Rationierungen wird bereits berichtet. Das Problem der Verfügbarkeit tauglicher Tests könnte sich jedoch noch verschärfen. Eine durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) koordinierte Studie, an der auch das LADR Zentrallabor Dr. Kramer & Kollegen beteiligt war, zeigt: Von 122 auf dem Markt erhältlichen Tests weisen 26 Produkte keine hinreichende Sensitivität auf.

Untersuchungsergebnisse

Zur Überprüfung der Sensitivität der Antigenschnelltests diente ein vom Robert Koch-Institut (RKI) hergestelltes Bewertungspanel. Als minimal akzeptierte Sensitivität legten die Forschenden einen Wert von 75 Prozent fest, bezogen auf einen Ct-Wert ≤ 25. Abhängig von der Viruslast zeigten die verschiedenen Testfabrikate unterschiedliche Empfindlichkeiten. So erreichten etwa 60 COVID-19-Tests bei höchster Viruslast (Ct-Wert ≤ 25) eine Sensitivität von 100 Prozent. Unter den Tests, die den Qualitätskriterien nicht genügten, zeigten vier dagegen sogar bei höchster Viruslast eine Sensitivität von null.

Über die Studie und die Gründe für den Qualitätsmangel berichtet auch das

Deutsche Ärzteblatt.