WBA – Der Weg zum/zur Facharzt/Fachärztin für Laboratoriumsmedizin

Die Weiterbildung zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin dauert fünf Jahre. Während dieser Ausbildungszeit heißen Ärzte Weiterbildungsassistent*innen (WBA). In der Weiterbildungsordnung der Deutschen Ärztekammer ist festgelegt, in welchen Fachbereichen entsprechende Qualifikationen zu erwerben sind.

Die Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin für Laboratoriumsmedizin ist prinzipiell in allen LADR Facharztlaboren möglich.

Assistent, trotzdem voll in der Pflicht

Weiterbildungsassistenten sind approbierte Ärzte. Eine wichtige tägliche Aufgabe: Untersuchungsbefunde validieren, Einsendern Fragen beantworten oder ihnen auffällige Werte umgehend persönlich übermitteln. Ein Vorteil für WBA: „Wir dürfen, wenn wir mal nicht ganz sicher sind oder die Verantwortung nicht allein tragen wollen, immer fragen. Dafür stehen uns unsere Ausbilder zur Seite“, so Konstantin Shaev (WBA 2021), der inzwischen seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.

Detektivarbeit im Labor

Das obligatorische klinische Jahr hatte Konstantin Shaev bereits absolviert, als er bei LADR als WBA einstieg. Im Klinikum hatte er wenig Berührungspunkte mit der Mikroskopie.

„Während der Weiterbildung habe ich mich dann intensiv damit beschäftigt – und es hat mich sehr begeistert. Ich liebe diese Detektivarbeit. Proben untersuchen, herausfinden, was stimmt hier nicht?! Ursachenforschung betreiben – deshalb habe ich mich auch für die Ausbildung zum Facharzt Laboratoriumsmedizin entschieden.“

Klinische Chemie

Im Mittelpunkt stehen Störungen von physiologischen und biochemischen Vorgängen im Körper und wie sie entstehen. Viele Methoden und Parameter geben darüber Aufschluss. Hier betrachtet Shaev das Ergebnis der Eiweiß-Elektrophorese im Serum.

Sie ist eine wichtige Methode zur Diagnostik einer sogenannten monoklonalen Gammopathie als Ausdruck eines malignen Multiplen Myeloms.

Immunologie

Als ein zentrales Fach der Medizin untersucht die Immunologie die biologischen Grundlagen der menschlichen Abwehr von Bakterien, Viren, Pilzen und anderen körperfremden Stoffen wie Umweltgifte.

Ziel der Laboranalytik ist es, auch Ursachen für Störungen und Fehlfunktionen dieser Abwehrmechanismen aufzuspüren.

Bakteriologie

Aufgabe der Bakteriologie ist der direkte Nachweis von bakteriellen Krankheitserregern aus menschlichen Untersuchungsproben aller Art. Im Bild prüft WBA Konstantin Shaev den Ausstrich einer Bakterienkultur. Sind krankmachende Keime gewachsen? Falls ja, werden sie ggf. auf Ihre Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika untersucht.

Transfusionsabteilung

In dieser Abteilung werden Blutgruppen- und Antikörperuntersuchungen durchgeführt. Das spielt in der Mutterschaftsvorsorge eine bedeutende Rolle. Konstantin Shaev zeigt das Antikörperprofil einer werdenden Mutter.

Es wurden irreguläre Antikörper nachgewiesen, die sich gegen Erythrozyten des Ungeborenen richten können. Das wird Shaev in seinem Befund an den/die betreuende/n Frauenärzt*in herausstreichen und auf die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen hinweisen.

Immer zur Stelle

Zur Tätigkeiten der WBA gehört auch, ansprechbar und immer zur Stelle zu sein, wenn es irgendwo brennt. So unterstützen die WBA auch bei Blutabnahme, wenn es notwendig ist. Immer im Sinne einer optimalen Patient*innenversorgung.

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