Arbeits- und Umweltmedizin

Arbeits- und umweltmedizinische Spezialanalytik auf höchstem Niveau

Unsere Abteilung Arbeits- und Umweltmedizin versorgt ca. 700 arbeits- und betriebsmedizinische Einrichtungen bzw. Ärzte auf hohem analytischem Niveau. Wir nehmen regelmäßig an den Ringversuchen der Dt. Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) teil und sind nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert.

Alle arbeits- und betriebsmedizinisch relevanten Analyten aus den Bereichen klinische Chemie, Hämatologie, Infektionsserologie, Mikrobiologie und Toxikologie sind nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert.

Zur einfachen Anforderung von arbeits- und betriebsmedizinisch relevanten Laborleistungen stellen wir Ihnen den für Ihre Praxis individualisierten Laboruntersuchungsauftrag "Arbeits- und Betriebsmedizin" zur Verfügung. Er zeigt das Spektrum der häufigsten Anforderungen, die im Rahmen der arbeitsmedizinischen Betreuung geleistet werden.

Zu den aktuellen BAT- und MAK-Werten der DFG gelangen Sie hier.

Zertifikate und Bescheinigungen

Gern stellen wir Ihnen Zertifikate und Bescheinigungen über erfolgreich bestandene Ringversuche zur Verfügung. DIese können sie direkt in unserer QM-Stelle anfordern.

T. +49 4152 803-135

QM-gee(at)LADR.de

Häufig verwendete Abkürzungen:

BAR = Biologischer Arbeitsstoff‐Referenzwert
Quelle: MAK- und BAT-Werte-Liste 2021

Biologische Arbeitsstoff‐Referenzwerte (BAR) beschreiben die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Referenzpopulation aus nicht beruflich gegenüber dem Arbeitsstoff exponierten Personen im erwerbsfähigen Alter bestehende Hintergrundbelastung mit diesem Arbeitsstoff. Sie orientieren sich am 95. Perzentil, ohne Bezug zu nehmen auf gesundheitliche Effekte.  Durch den Vergleich von Biomonitoring‐Messwerten bei beruflich Exponierten mit den Biologischen Arbeitsstoff‐Referenzwerten kann das Ausmaß einer beruflichen Exposition erfasst werden.

BAT = Biologischer Arbeitsstoff‐Toleranz‐Wert der DFG
Quelle: MAK- und BAT-Werte-Liste 2021

Der BAT‐Wert beschreibt die arbeitsmedizinisch‐toxikologisch abgeleitete Konzentration eines Arbeitsstoffes, seiner Metaboliten, Addukte oder eines Beanspruchungsindikators im entsprechenden biologischen Material, bei der im Allgemeinen die Gesundheit eines Beschäftigten auch bei wiederholter und langfristiger Exposition nicht beeinträchtigt wird. BAT‐Werte beruhen auf einer Beziehung zwischen der äußeren und inneren Exposition oder zwischen der inneren Exposition und der dadurch verursachten Wirkung des Arbeitsstoffes. Dabei orientiert sich die Ableitung des BAT‐Wertes an den mittleren inneren Expositionen.

BGW = Biologischer Grenz-Wert der TRGS 903
Quelle: TRGS 903

Der biologische Grenzwert (BGW) ist der Grenzwert für die toxikologisch-arbeitsmedizinisch abgeleitete Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten oder eines Beanspruchungsindikators im entsprechenden biologischen Material. Er gibt an, bis zu welcher Konzentration die Gesundheit von Beschäftigten im Allgemeinen nicht beeinträchtigt wird. Es wird dabei in der Regel eine Stoffbelastung von maximal acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich zugrunde gelegt.

BLW = Biologischer Leit‐Wert
Quelle: MAK- und BAT-Werte-Liste 2021

Der BLW (Biologischer Leit‐Wert) ist die Quantität eines Arbeitsstoffes bzw. Arbeitsstoffmetaboliten oder die dadurch ausgelöste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm beim Menschen, die als Anhalt für die zu treffenden Schutzmaßnahmen heranzuziehen ist. Biologische Leitwerte werden nur für solche gefährlichen Stoffe benannt, für die keine arbeitsmedizinisch‐toxikologisch begründeten BAT‐Werte aufgestellt werden können. Für den Biologischen Leitwert wird in der Regel eine Arbeitsstoffbelastung von maximal 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich über die Lebensarbeitszeit zugrunde gelegt.

DFG = Deutsche Forschungsgemeinschaft

EKA = Expositionsäquivalente für krebserzeugende Arbeitsstoffe
Quelle: MAK- und BAT-Werte-Liste 2021

Expositionsäquivalente für krebserzeugende Arbeitsstoffe (EKA) werden für krebserzeugende Arbeitsstoffe aufgestellt. Sie beschreiben Beziehungen zwischen der Stoffkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz und der Stoff- bzw. Metabolitenkonzentration im biologischen Material. Aus ihnen kann entnommen werden, welche innere Belastung sich bei ausschließlich inhalativer Stoffaufnahme ergeben würde. Krebserzeugende Arbeitsstoffe werden bei der Untersuchung biologischer Proben nicht unter der strengen Definition von BAT-Werten, sondern unter dem Blickwinkel arbeitsmedizinischer Erfahrungen zum Nachweis und zur Quantifizierung der individuellen Arbeitsstoffbelastung berücksichtigt.

HBM-1-Wert = Human Biomonitoring Wert 1
HBM-2-Wert = Human Biomonitoring Wert 2

Quelle: Umweltbundesamt

Die Human-Biomonitoring-Werte (HBM-1 und -2) werden auf der Grundlage von toxikologischen und epidemiologischen Untersuchungen abgeleitet. Der HBM-1-Wert ist dabei als Prüf- oder Kontrollwert anzusehen. Der HBM-2-Wert entspricht der Konzentration eines Stoffes in einem Körpermedium, bei dessen Überschreitung nach dem Stand der derzeitigen Bewertung durch die Human-Biomonitoring Kommission am Umweltbundesamt eine als relevant anzusehende gesundheitliche Beeinträchtigung möglich ist, so dass akuter Handlungsbedarf zur Reduktion der Belastung besteht und eine umweltmedizinische Betreuung (Beratung) zu veranlassen ist. Der HBM-2-Wert ist somit als Interventions- und Maßnahmenwert anzusehen.

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