STI Multiplex-PCR Diagnostik

Erreger von sexuell übertragbaren Infektionen (STI, engl. für sexually transmitted infections) sind Bakterien, Einzeller und Viren, die auf den Schleimhäuten des Menschen leben und sich dort vermehren. Abhängig von sexuellen Praktiken können die Infektionen die Schleimhäute der Harnwege und Geschlechtsorgane, des Enddarms und/oder des Mund-Rachenraumes betreffen.

Die Infektionen bleiben häufig asymptomatisch. Das bedeutet, dass eine Infektion vorliegt, sie aber nicht zu einer Erkrankung führt. Unabhängig von fehlenden Krankheitssymptomen kann die Infektion bei Intimkontakten dennoch unbemerkt übertragen werden.

STIs verursachen bei manchen Menschen bereits kurze Zeit nach der Übertragung sichtbare Symptome, wie eitriger Ausfluss aus der Vagina oder der Harnröhre. Bei anderen führen die Infektionen erst nach Monaten oder Jahren zu Symptomen, wie ungewollte Kinderlosigkeit oder chronische Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane.

Mit der Methode der Polymerasekettenreaktion (PCR) kann man die spezifische genetische Information der Erreger direkt nachweisen – unabhängig von Transportbedingungen der Probe. Damit ist die PCR die sicherste und schnellste Labordiagnostik für sexuell übertragbare Infektionen.

Erfasste Erreger

Diagnostik und Befund

Bei Eintreffen der Probe im Labor vor 9:00 Uhr wird die Diagnostik am gleichen Tag; sonst am nächsten Werktag durchgeführt. Der schriftliche Befund geht noch am Untersuchungstag an den behandelnden Arzt. Positive Befunde werden zudem umgehend dem behandelnden Arzt telefonisch und in Absprache auch per Fax mitgeteilt.

Negative Befunde schließen eine Infektion mit den untersuchten Erregern am abgestrichenen Ort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus.

Positive PCR-Testergebnisse weisen auf eine Infektion mit dem betreffenden Erreger hin. Das LADR Labor schlägt dem behandelnden Facharzt eine Therapie vor, die dieser mit dem Patienten bespricht und ihm gegebenenfalls verordnet.

Der behandelnde Facharzt berät den Patienten ebenfalls bezüglich Terminen für Kontrolluntersuchungen sowie die empfohlene Mitbehandlung der Sexualpartner und Enthaltsamkeit während der Therapie, um eine erneute Infektion zu verhindern.

Bei Nachweis einer Gonokokken-Infektion der Rachen- oder Analschleimhaut wird ergänzend eine zweite, sogenannte Bestätigungs-PCR durchgeführt.

Bei Nachweis einer Infektion mit Chlamydien der Analschleimhaut bestimmen wir in einer weiteren PCR den Serotyp, da dieser Einfluss auf Art und Dauer der Therapie haben kann.

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