Granulomatose mit Polyangiitis (GPA); ehem. Morbus Wegener
ACR-Kriterien für die Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)
1) Enzündliche Nasen- oder Mundschleimhautveränderungen
• eitrige oder blutige Rhinorrhoe
• Mundschleimhautulcera
2) Pathologisches Thorax-Röntgenbild
• Rundherde
• Fixierte Infiltrate
• Kavernen
3) Pathologisches Urinsediment
• Mikrohämaturie
• Erythrozyten-Zylinder
4) Granulomatöse Histopathologie
• Granulomatöse Veränderungen in Gefäßwänden oder peri-/extravaskulär
Das Vorhandensein von mindestens 2 dieser Kriterien macht eine GPA wahrscheinlich (Sensitivität 88 %, Spezifität 92 %).
Literaturangaben: K. Conrad et al: Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen – ein diagnostischer Leitfaden 4. überarbeitete Auflage, immundiagnostische Bibliothek der GFID, Pabst Science Publisher
Mittlerweile gibt es aktualisierte EULAR/ACR-Kriterien für die GPA (Granulomatose mit Polyangiitis) von 2022. Dabei handelt es sich um Klassifikationskriterien für die Einordnung von Patienten mit bereits gesicherter Kleingefäß-Vaskulitis zu den Krankheitsbidlern GPA, MPA, EGPA für Studienzwecke.
Laut S1-Leitlinie empfohlene Ak-Diagnostik (zeitnahe, parallele Untersuchung):
Durchgeführt an folgenden Laboren
Durchgeführt an folgenden Laboren
Durchgeführt an folgenden Laboren
Weitere Informationen:
LADR informiert Nr. 330: Vier Jahre Nationale S1-Leitlinie „ANCA-assoziierte Vaskulitis“ – Wo stehen wir mit der Diagnostik?
Stand: 22.04.2026