Lithium als Spurenelement: Diagnostischer Unterschied zum TDM

Lithium ist den meisten Ärztinnen und Ärzten seit langem als Medikament in der Therapie z.B. affektiver Störungen oder manisch-depressiver Erkrankungen bekannt.

Aufgrund des engen therapeutischen Fensters ist ein regelmäßiges Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) notwendig. 

In den vergangenen Jahren hat außerdem das Interesse an niedrig dosiertem Lithium als natürlich vorkommendem Spurenelement zugenommen. Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass höhere Lithiumkonzentrationen im Trinkwasser mit einer niedrigeren Inzidenz neurodegenerativer Erkrankungen, insbesondere Demenz und Alzheimer, assoziiert sein könnten.

Bei Patientinnen und Patienten, die Lithium-haltige Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, kann die Lithiumkonzentration im Körper bestimmt werden.

Der entscheidende labordiagnostische Unterschied

Die laborchemische Bestimmung von Lithium als Spurenelement erfordert eine andere analytische Methodik und Probenvorbereitung als das TDM. Beim TDM werden Lithiumspiegel im Serum standardmäßig im mmol/l-Bereich gemessen, während die Spurenelement-Bestimmung Konzentrationen im µg/l-Bereich erfasst und somit eine deutlich höhere Messempfindlichkeit voraussetzt.

Für die Analytik von Lithium als Spurenelement ist zudem eine korrekte Probengewinnung besonders wichtig. Kontaminationen durch lithiumhaltige Materialien wie Lithium-Heparin können das Ergebnis verfälschen.

Detaillierte Hinweise zur Indikationsstellung, Präanalytik und Interpretation der Lithiumspiegel als Spurenelement finden Sie in der neuen Fachinformation LADR informiert „Lithium als Spurenelement im Blut – Wichtiger Unterschied zum TDM“.