Drogenscreening im Mekonium – Frühzeitige Hinweise auf pränatale Substanzexposition

Substanzkonsum in der Schwangerschaft kann die Entwicklung des Kindes erheblich beeinträchtigen. Viele Drogen und auch Alkohol passieren die Plazenta und können u. a. zu Wachstumsstörungen, Frühgeburtlichkeit oder einem neonatalen Abstinenzsyndrom führen.

Ein wichtiger diagnostischer Ansatz ist die Untersuchung von Mekonium, dem ersten Stuhl des Neugeborenen. Damit lassen sich pränatale Substanzexpositionen rückwirkend bis etwa zur 20. Schwangerschaftswoche nachweisen – selbst wenn klinische Symptome unspezifisch sind.

Ein Screening kann besonders sinnvoll sein bei:

  • Verdacht auf neonatales Abstinenzsyndrom
  • Unklarer Wachstumsretardierung
  • Neurologischen Auffälligkeiten
  • Auffälligem Verhalten des Neugeborenen

Moderne massenspektrometrische Verfahren ermöglichen einen spezifischen Nachweis zahlreicher Substanzen. Ziel der Diagnostik ist stets der Schutz des Kindes und eine frühzeitige, optimale medizinische Betreuung.

Wie die Analyse funktioniert und welche Substanzen erfasst werden können, lesen Sie im vollständigen Fachbeitrag.

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