Polymyositis

Durchgeführt an folgenden Laboren
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EULAR/ACR-Kriterien für idiopathische inflammatorische Myopathien (IIM)  2017

Kriterien von der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) und dem American College of Rheumatology (ACR)  zur Klassifikation bzw. Diagnosestellung, gültig für alle idiopathischen Myositiden (IIM), mit nachfolgender Unterscheidung in Subgruppen wie Polymyositis, Dermatomyositis etc. Es handelt sich um ein punktbasiertes Wahrscheinlichkeitsmodell in zwei Versionen: mit bzw. ohne Muskelbiopsie.

Bewertete Kriterien:

1️⃣ Muskelsymptome: Symmetrische proximale Muskelschwäche (Becken-/Schultergürtel),  Beugeschwäche im Nacken, Dysphagie

2️⃣ Hautmanifestationen (sprechen eher für Dermatomyositis): Heliotropes Erythem, Gottron-Papeln, Gottron-Zeichen

3️⃣ Labor: erhöhte Muskelenzyme (CK, LDH, AST, ALT), Anti-Jo-1-Antikörper positiv

4️⃣ Biopsie (falls durchgeführt): endomysiale Infiltrate, Muskelfaserdegeneration/-nekrose, Perivaskuläre/perimysiale Infiltrate

Interpretation (vereinfacht)

Ohne Biopsie: ≥ 5,5 Punkte wahrscheinliche IIM / ≥ 7,5 Punkte definitive IIM

Mit Biopsie: ≥ 6,7 Punkte wahrscheinliche IIM / ≥ 8,7 Punkte definitive IIM

Untersuchung

Einordnung Polymyositis

Polymyositis wird klassifiziert, wenn: die Kriterien für IIM erfüllt sind, keine Dermatomyositis-typischen Hautbefunde vorliegen, keine Einschlusskörperchenmyositis und keine andere Myopathie vorliegt.

Typisch für die Polymyositis sind symmetrische proximale Muskelschwäche, eine stark erhöhte CK, endomysiale CD8+ T-Zell-Infiltrate und fehlende Hautbefunde.

Autoantikörper bei Polymyositis:

Polymyositis: Jo1-, EJ-, OJ-, PL7-, PL12-, YARS(Ha)-, NARS(Ks)-, FARS(Zo)-Ak

Dermatomyositis: Mi-2-, NXP2-, TIF-1-γ-, MDA5-, SAE1-Ak

Polymyositis-Sklerodermie-Overlap: Ku-, PM/Scl-Ak

Hinweis

Viele der Myositis-spezifischen Ak sind im ANA-IFT nur eingeschränkt darstellbar. Deshalb Untersuchung der Myositis-spezifischen bzw. -assoziierten Ak im Blot angeraten;

Stand: 16.02.2026