L-Carnitin
L-Carnitin ist eine Aminosäureverbindung, die Fettsäuren zu den Mitochondrien transportiert, wo dann der oxidative Abbau stattfindet. Es wird zwar hauptsächlich aus der Nahrung aufgenommen, kann aber für gewöhnlich in ausreichenden Mengen vom Körper selbst synthetisiert werden, so dass ein primärer Carnitin-Mangel eher selten vorliegt.
Dem häufigeren sekundären Carnitin-Mangel durch erhöhten Verlust können sowohl genetische als auch erworbene Ursachen zugrunde liegen, z.B. eine erhöhte Ausscheidung bei gestörter Nierenfunktion, mangelnde Rückresorption aus dem Urin bei Enzymdefekt, Hämodialyse.
Indikation
Muskelschwäche unklarer Genese, Mangel-/Fehlernährungen, Niereninsuffizienz (Hämodialyse), Hypoketose bei Hypoglykämie
L-Carnitin (frei) im Serum
Durchgeführt an folgenden Laboren
- Extern
Indikation
Screening-Untersuchung bei L-Carnitin-Mangel
Material
1 mL Serum
Referenzbereich
siehe Befundbericht
verminderte Messwerte
primär bei hereditärem Carnitinmangel, Stoffwechseldefekten, sekundär bei Mangelernährung, Organoazidurien, Enzymdefekten
Carnitin (frei) im Urin
Durchgeführt an folgenden Laboren
- Extern
Indikation
bei erniedrigtem L-Carnitin (frei) im Serum zur Differenzierung zwischen primärem Mangel und sekundärem Verlust über die Niere
Material
10 mL des über Essigsäure gesammelten 24 h-Urins
Hinweis zum Material:
Referenzbereich
siehe Befundbericht
L-Carnitin (gesamt)
Durchgeführt an folgenden Laboren
- Extern
Untersuchung
zur weiteren Abklärung bei Mangel an freiem L-Carnitin im Serum bzgl. einer verminderten Synthese, eines renalen Verlustes oder einer vermehrten Bindung in Form von Acylcarnitinen
Material
2 mL Serum
Referenzbereich
siehe Befundbericht
Weitere Informationen:
LADR informiert Nr. 261: Gesund als Vegetarier oder Veganer
L-Carnitin im Sperma
Hinweis
Kapazität der Nebenhodensekretion
siehe auch
SpermaanalyseStand: 08.04.2026