Patientennahe Labordiagnostik / POCT

Spezielle Dienstle​istungen für Praxis und Klinik

POCT (= point-of-care-testing) steht für Labordiagnostik, die direkt am Krankenbett oder in der unmittelbaren Nähe zum Patienten durchgeführt wird. Am point of care ("Ort des Geschehens“) werden heute überwiegend Blutgas- und Blutzuckerbestimmungen durchgeführt.

Der Ursprung der patientennahen Labordiagnostik ist in der Klinik zu finden. Die Vorteile des POCT werden ​auch im ambulanten Bereich genutzt. Hier wird die patientennahe Labordiagnostik vornehmlich bei der ärztlichen Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) sowie für die Patientenselbstkontrolle im „Home-care-Bereich“ eingesetzt.

Vorteile des POCT

  • kürzere Bearbeitungszeit TAT ( turn-around-time), dem Zeitraum zwischen „Anforderung“ und Befundrückübermittlung

  • durch Analyse in direkter Patientennähe und Einsatz von Vollblut entfallen Probentransport und -vorbereitung

  • einfach zu bedienende Analysensysteme

  • durchführbar auch für Mitarbeiter, die keine Ausbildung und Erfahrung in der Laboratoriumsmedizin haben

  • Einzelprobenmessungen

  • unmittelbare Ableitung therapeutischer Konsequenzen

 

Spezielle LADR-Serviceleistungen

Literatur / Artikel

Peter B. Luppa, Harald Schlebusch: POCT - Patientennahe Labordiagnostik.
Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3540791515

Junker, Schlebusch, Luppa: Patientennahe Labordiagnostik in Klinik und Praxis, Dtsch Arztebl Int 2010; 107(33): 561-7. doi:10.3238/arztebl.2010.0561

Stürenburg E, Junker R: Point-of-care testing in Microbiology 
[Patientennahe Diagnostik in der Mikrobiologie: Chancen und Risiken immunchromatografischer Teststreifen]. Dtsch. Arztebl. Int. 2009