Abteilungen
|
Durchflusszytometrie Mehr...
Am Durchflußzytometer werden Zellen aufgrund ihrer Größe, ihrer Zellstruktur und ihrer
Anfärbung mit spezifischen Farbstoffen gemessen. In kürzester Zeit können so mehrere Tausend
Lymphozyten des Blutes untersucht und die einzelnen Subpopulationen quantitativ bestimmt werden
(z.B. Helfer- und Supressorzellen, natürliche Killerzellen und viele andere Untergruppen).
Diese Untersuchung dient der Beurteilung des Immunsystems, wenn z.B. der Verdacht auf eine
Immunschwäche besteht. Nach diesem Prinzip wird auch das auf den Blutzellen nachweisbare HLA
B27 untersucht, sowie für wissenschaftliche Fragestellungen die TH1/TH2-Subpopulationen.
|
Endokrinologie Mehr...
Die Endokrinologie befasst sich mit der Diagnostik von Hormonstörungen. Neben der eigentlichen
Hormonbestimmung setzt dies auch die Kenntnis der verschiedenen Regelkreise voraus, nach denen
die einzelnen Hormonsysteme gesteuert werden. Untersuchungen von verschiedenen Hormonspiegeln
können Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen der Hormondrüsen selbst oder ihrer Zielorgane geben.
In unserem Labor werden alle Hormonbefunde ausführlich medizinisch beurteilt, falls erforderlich
oder bei entsprechenden Fragestellungen machen wir auch Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie.
Zu den häufigsten Fragestellungen gehören Erkrankungen der Schilddrüse
(Über- oder Unterfunktion / Autoimmunerkrankungen), Abklärung von Fertilitätsstörungen,
Wechseljahrbeschwerden und Nebennierenrindenfunktion. Hierzu wird ein breites Spektrum der
betreffenden Hormone bestimmt (fT3, fT4, TSH, Östradiol, Testosteron, Prolaktin, LH, FSH, DHEAS,
Cortisol u. a.).
|
|
Hämatologie / Gerinnung Mehr...
In der Hämatologie werden die kleinen und großen Blutbilder als wichtiger Teil der Basisdiagnostik
bestimmt. Neben der mikroskopischen Differenzierung von Blutausstrichen werden auch Spezialfärbungen
durchgeführt, z.B. zur Bestimmung der alkalischen Leukozytenphosphatase. Die Analyse von
Gelenkpunktaten erfolgt ebenso in dieser Abteilung. Zum Untersuchungsspektrum gehört ferner
die Untersuchung auf Malaria (Blutausstrich, Dicker Tropfen, Antigennachweis) und auf andere
Parasiten im Blut. Ausserdem erfolgt hier die Messung des HBA1c, einem wichtigen Indikator der
Blutzuckereinstellung. In der Gerinnung werden die sog. Globalteste durchgeführt, die Hinweis geben
können auf eine erhöhte Blutungsgefährdung (Quick, PTT, Thrombinzeit, Fibrinogen). Die Bestimmung von
AT III ist bedeutsam bei der Klärung eines evtl. erhöhten Thromboserisikos, während der sog. D-Dimer-Test
bei einem positiven Ergebnis bereits eine Thrombose anzeigen kann.
|
Infektionsserologie, Immunologie, Mutterschaftsvorsorge Mehr...
Es werden eine Vielzahl unterschiedlicher Antikörper gegen Viren, Bakterien, Parasiten und Pilzen
bestimmt. Die eingesetzten Techniken (z.B. EIA, IFT, Immunoblot, HAH) beruhen dabei stets auf der
sehr empfindlichen Antigen-Antikörper-Reaktion. So können akute Infektionen erkannt, aber auch eine
Immunität bzw. ein Impfschutz (z.B. bei Röteln, Hepatitis B) überprüft werden. Daneben werden
verschiedene bakterielle und virale Antigene bestimmt, wie z. B. Chlamydia trachomatis- und
Hepatitis B -Antigen. Die Rheumaserologie und die Diagnostik von Autoimmunerkrankungen (ANF u.a.)
sind ein fester Bestandteil dieser Abteilung. Auch die Untersuchungen zur Mutterschaftsvorsorge
werden hier durchgeführt (Blutgruppe, Röteln, Lues).
|
|
Laborgemeinschaft / Klin. Chemie Mehr...
In der Laborgemeinschaft werden die wichtigen Laborbasisuntersuchungen (z.B. Blutzucker, Blutfette,
Leberenzyme, Elektrolyte u. a.) durchgeführt. Die heutige moderne Technologie der Laborgeräte
ermöglicht eine schnelle und präzise Analytik, die zumeist mit sehr wenig Probenmaterial auskommt.
In der klinischen Chemie werden verschiedene Untersuchungen, wie Immunfixation, Lipidelektrophorese,
SDS-Elektrophorese durchgeführt, neben weiteren speziellen Analysen wie Met-Hb, Laktat, Fruktose,
Citrat, Ammoniak u.a.
|
Mikrobiologie, Hygiene, Parasitologie, Bakteriologie Mehr...
In der Abteilung Mikrobiologie werden bakteriologische, virologische, mykologische und
parasitologische Untersuchungen durchgeführt. Die Untersuchung auf Erreger erfolgt in sehr
unterschiedlichen Proben, wie z.B. Abstrichen, Punktaten, Sputum, Bronchiallavagen, Liquor, Blut,
Urin und in Stuhlproben. Die verschiedenen Materialien werden nach genau festgelegten Protokollen
verarbeitet, die vor allem das zu erwartende Erregerspektrum berücksichtigen. Liegen potenziell
pathogene Bakterien vor, wird in der Regel auch deren Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika geprüft.
In dieser Abteilung erfolgt auch die Dysbioseuntersuchung des Darmtraktes zur Erkennung evtl.
bakterieller Dysbalancen und Einleitung einer mikrobiologisch orientierten Therapie. In der Mykologie
wird auf Hefepilze, Dermatophyten und Schimmelpilze untersucht, z.B. in Hautschuppen, Zehennägeln
und diversen anderen Materialien. Die Parasitologie beinhaltet z. B. die Untersuchung auf Würmer,
Wurmeier, Amöben und Lamblien in Stuhlproben. Zur Bewertung der Untersuchungsergebnisse und für
Therapieempfehlungen verfügt die Abteilung über umfangreiches statistisches Material, zusätzlich
werden auch Statistiken nach dem Infektionsschutzgesetz (IfsG) erstellt.
|
|
Toxikologie, Drogen, Medikamente Mehr...
Häufig eingenommene Drogen, wie z.B. Cannabis, Benzodiazepine, Amphetamine oder Opiate können
mittels eines Suchtests gut im Urin erfasst werden. Allerdings sind neben unspezifischen auch
Kreuzreaktionen mit anderen Substanzen möglich, sodass im Zweifelsfall ein Bestätigungstest
erforderlich wird. Die Bestimmung von Medikamentenspiegeln (therapeutisches Drug-Monitoring)
kann bei der Dosisermittlung oder zur Vermeidung einer Überdosierung hilfreich sein. Häufig bestimmte
Medikamentenspiegel sind z.B. verschiedene Antiepileptika, Glykoside, Lithium oder auch
Immunsuppressiva wie Cyclosporin.
|
Tumormarker Mehr...
Tumormarker sind Substanzen, die bei Tumorerkrankungen im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten
erhöht sein können. Aufgrund ihrer geringen Spezifität und Sensitivität sind sie in der Regel nicht
zum "Krebs-Screening" geeignet. Eine Ausnahme von dieser Regel stellt das PSA beim Prostata-Karzinom
dar. Tumormarker sind in den meisten Fällen nicht organspezifisch und auch nicht krebsspezifisch,
und viele gutartige Erkrankungen können bis zu einem gewissen Grad zu erhöhten Werten eines
Tumormarkers führen. In der Regel werden deshalb erst nach Feststellung einer Tumorerkrankung aber
vor Therapiebeginn die infrage kommenden Marker untersucht. Bei erhöhtem Ausgangswert ist eine
Therapieüberwachung bzw. die Erkennung von Rezidiven durch weitere Kontrolle dieser Marker möglich.
Die am häufigsten bestimmten Tumormarker sind PSA, CEA (kolorektales Karzinom) und CA 15-3
(Mammakarzinom), neben AFP, CA 125, CA 19-9, SCC u. a.
|
|
Hygieneuntersuchungen, Wasser, Umweltanalytik Mehr...
Die Umweltanalytik dient der Ermittlung umweltschädlicher Einflüsse auch im Rahmen arbeitsmedizinischer
Untersuchungen. Im Gebiet der Hygiene werden Untersuchungen von Abklatschmaterialien, Abstrichen,
Raumluftproben und Bioindikatoren zur Überwachung von Sterilisatoren, Waschmaschinen und sonstigen
medizinischen Geräten (z. B. Endoskopen) eingesetzt. Wasseruntersuchungen nach der Trinkwasserverordnung
von 2001, Untersuchung von Schwimm- und Badebeckenwasser nach DIN 19643 und die Untersuchung auf
Legionellen, Clostridien, Staphylococcus aureus, Hefe- und Schimmelpilze gehören ebenfalls zu diesem
Arbeitsbereich.
|
|
