Störungen der Erektionsfähigkeit (Erektile Dysfunktion)

Definition des Erektilen Dysfunktion

Laut Definition der Europäischen Gesellschaft für Urologie ist eine erektile Dysfunktion das anhaltende Unvermögen, eine für eine befriedigende sexuelle Aktivität ausreichende Erektion zu erreichen und/oder aufrecht zu erhalten.

Guidelines on Male Sexual Dysfunction

Synonyme für eine Erektile Dysfunktion sind die Begriffe: Potenzstörung, Erektionsschwäche, Impotenz oder Impotentia coeundi. Epidemiologische Studien zeigen eine Inzidenz der moderaten bis schweren Erektilen Dysfunktion zwischen 5 bis 20%. Die Inzidenz ist stark altersabhängig und steigt von ca. 5% in der Gruppe der 40-Jährigen auf über 70% bei Patienten jenseits des siebzigsten Lebensjahres. Vor allen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Bewegungsarmut, Adipositas, Diabetes, Arterielle Hypertonie, Rauchen, Medikamente und Hypercholesterinämie aber auch eine radikale Prostatektomie stellen wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung einer erektilen Dysfunktion dar. Da die penilen arteriellen Gefäße z.B. im Vergleich zu den Herzkranzgefäßen sehr klein sind, geht die Erektile Dysfunktion dabei meist den kardiovaskulären Erkrankungen um mehrere Jahre voraus.

Ursächlich für eine Erektile Dysfunktion können vaskuläre, neurogene, hormonelle oder myogene Störungen sein welche eigenständig oder in Kombination verschiedener Faktoren zur Störung der Erektionsfähigkeit führen. Etwa 50 – 80% der organisch bedingten Erektionsstörungen sind maßgeblich auf arterielle Durchblutungsstörungen der penilen Gefäße zurückzuführen, wobei jedoch psychogene Faktoren bei kaum einer längerfristig bestehenden erektilen Dysfunktion fehlen.

Diagnostik der Erektilen Dysfunktion
Therapie der Erektilen Dysfunktion
Vorzeitiger Samenerguss (Premature Ejakulation)