Umweltmykologie
Schimmelpilze in Gebäuden werden zunehmend als Verursacher von Erkrankungen erkannt. Die wichtigste Voraussetzung für das Wachstum von Schimmelpilzen ist eine erhöhte Feuchte im Innenraum, die durch bauliche Mängel oder falsches Nutzverhalten, wie ungenügende oder falsche Lüftung, auftreten kann.
Gesundheitliche Auswirkung von Schimmelpilzen
Schimmelpilze können Ihre gesundheitsschädigende Wirkung auf mehreren Wegen entfalten:
- allergene Wirkung
- toxische Wirkung
- infektiöse Wirkung
- Geruchsbelästigung
Die Ausprägung der toxischen und allergenen Wirkungen u. a. durch Mykotoxine ist sehr stark von der Art der Schimmelpilze (Spezies) und von der aufgenommenen Sporen- bzw. Allergen- oder Toxinmenge abhängig.
Wir führen Untersuchungen auf medizinisch relevante aus Innenräumen und Lebensmitteln durch.
Wir untersuchen
- Materialproben wie z. B. Tapete, Putz und Holz werden untersucht, wenn sichtbarer Schimmel vorhanden ist, bzw. ein gezielter Verdacht für eine Belastung vorliegt. Die Bestimmung erfolgt durch direkte mikroskopische Untersuchung und Anzucht auf geeigneten Nährböden.
- Kontaktproben (Klebefilm-Abrisspräparate). Mit einem Klebefilm werden die Schimmelpilze und Sporen von der befallenen Oberfläche abgenommen und auf einem Objektträger befestigt.
- Abklatschproben. Mykologische Rodac Platten werden an die verdächtige Stelle gedrückt und im Labor bebrütet.
Bei der Kultivierung einer Abdruckprobe können schnell wachsende Arten andere Spezies am Wachstum hindern. Nicht vermehrungsfähige Schimmelpilze werden nicht erfasst. Mit einem Klebefilm-Abrisspräparat wird der aktuelle Zustand besser beurteilbar, auch die nicht mehr vermehrungsfähigen Schimmelpilze werden nachgewiesen.
- Raumluftbestimmung mittels eines Luftkeimsammlers. Es werden definierte Luftvolumina untersucht (z. B. 100 L). Für die Beurteilung einer Innenraumprobe ist eine Vergleichsmessung der Außenluft notwendig.
Anzucht und Identifizireung von Schimmelpilzen dauern bis zu 14 Tagen, im Einzelfall bis zu drei Wochen. Die Pilze werden lichtmikroskopisch differenziert. Zusätzlich bieten wir eine molekularbiologische Identifizierung der nachgewiesenen Pilze an. Dadurch kann die Dauer der Untersuchung wesentlich verkürzt werden.
Fragen zu diesem Thema beantworten wir Ihnen gerne.
Telefon: 04152 803-160 • E-Mail: hygiene@ladr.de
