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Sie wurden weitergeleitet von Alkohol EthanolbehinEthanol-DirektnachweisV. a. Alkoholabusus5 mL Urin, 2 mL SerumBitte gesondertes Entnahmegefäß verwenden!negativAlkoholkonsumZur Erkennung des chronischen Alkoholabusus sind verschiedene klinisch-chemische Marker in Gebrauch. γ-GT oder auch die Bestimmung des mittleren zellulären Erythrozytenvolumens (MCV) sind Laboratoriumsuntersuchungen, die aufgrund ihres Mangels an diagnostischer Sensitivität und Spezifität zur Diagnose und Verlaufskontrolle nur eingeschränkt geeignet sind. CDT (Carbohydrate Deficient Transferrin) und Ethylglukuronid haben sich bisher als die zuverlässigsten indirekten Marker des Alkoholabusus herausgestellt.hiCDT (Carbohydrate Deficient Transferrin)V.a. Alkoholabusus;1 mL Serum< 2,0%dauerhafter Alkoholkonsum, in Einzelfällen auch Lebererkrankungen (primär biliäre Zirrhose, chronisch-aktive Hepatitis), genetische Transferrin-Varianten, CDG-SyndromCDTs sind Abkömmlinge des Eisen-Transportproteins Transferrin, einem monomeren Glykoprotein mit zwei verzweigten Oligosaccharidketten. Physiologisch enden diese Zuckerketten mit Sialinsäureresten (Neuraminsäuren), nach chronischem Alkoholgenuss sind jedoch vermehrt Transferrinmoleküle im Blut nachweisbar, denen diese Sialinsäurereste teilweise (Mono-, Di-, Trisialotransferrin) oder vollständig (Asialotransferrin) fehlen. Diese Transferrinvarianten entstehen vermutlich durch Hemmung der Transferrin-Glukosyltransferase im Hepatozyten durch den ersten Alkoholmetaboliten Acetaldehyd und/oder durch gesteigerte membranständige Neuraminidase-Aktivität auf den Hepatozyten durch Alkohol.Warum wird der prozentuale Anteil des CDT am Transferrin bestimmt?Die prozentuale CDT-Ermittlung (%-CDT) eliminiert mögliche Einflüsse individueller Schwankungen der Transferrinkonzentration (z.B. bei Schwangeren) in Bezug auf das Gesamttransferrin.Welche Trinkgewohnheiten führen zu Veränderungen der %-CDT-Werte?• erhöhte %-CDT-Werte: täglicher Alkoholkonsum > 60 g Alkohol/Tag über mindestens zwei Wochen oder bei
chronischen Lebererkrankungen (selten)
• nicht erhöhte %-CDT-Werte: einmaliger exzessiver Alkoholgenuss
gelegentlicher Alkoholkonsum
Werte > 2% CDT sprechen für einen chronischen Alkoholmissbrauch. Der prozentuale CDT-Wert gibt keinen Aufschluss über die tatsächlich aufgenommene Alkoholmenge, sondern bei einer Halbwertszeit von 4 Wochen rückblickend eine Information über den Verlauf des Alkoholkonsums.
iEthylglucuronidV. a. Alkoholabusus5 mL Spontanurin, 2 mL Serumsiehe BefundberichtAnhand der Messung von Ethanol kann ein Alkoholkonsum bis maximal 24 h sicher nachgewiesen werden. Andere Parameter, wie CDT, γ-GT und MCV, eignen sich nur für den Nachweis eines längerfristigen Alkoholkonsums (CDT: > 2 Wochen, 60 g/d). Die Messung von Ethylglucuronid schließt die diagnostische Lücke zwischen kurz- und langfristigen Nachweisen eines Alkoholkonsums und bietet darüber hinaus den Vorteil, des problemlosen Probentransportes.
Ethylglucuronid ist ein Stoffwechselprodukt des Ethanols. Ca. 0,5% des Ethanols werden enzymatisch mit der Glucuronsäure konjugiert und über den Urin ausgeschieden. Die Ausscheidungsdauer ist zwar dosisabhängig und individuell unterschiedlich, geht aber weit über die des Ethanols hinaus. Ethylglucuronid ist ab einer Einzeldosis von 10 g Ethanol nachweisbar. Ein Rückfall bzw. Vollrausch ist ca. 4 Tage, in einigen Fällen bis 6 Tage lang nachweisbar.