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DrogenanalytikDrogen-/MedikamentenscreeninghiDünnschichtchromatographieScreeningmethode für 750 Drogen und Medikamente: trizyklische Antidepressiva, Phenothiazine, Carbamazepin, etc.20 mL UrinnegativhiGC/MS-Screening auf psychotrope SubstanzenNachweismethode von diversen Drogen und Medikamenten. Mehrere 1000 Substanzen nachweisbar. Die Methode besitzt durch das Massenspektrum der einzelnen Analyten eine hohe Selektivitat.OpiateNachweis von Opiaten und anschließender Analyse auf Monoacetylmorphin, Morphin, Codein, Dihydrocodein etc.V.a. DrogenabususSerum, Urin, Magensaft, Kopfhaar oder Pulverproben etc.negativPflanzliche DrogenScreening auf diverse Alkaloide: Scopolamin, Atropin, Mescalin, Psilocybin etc., ggf. genauer spezifizierenSerum oder UrinnegativSonstige psychotope SubstanzenSerum, Urin, Magensaft oder Pulverproben etc.negativ20 mL Urin, 10 mL Magensaft, Spritzen, Pulver, Tabak etc., 100 mg Kopfhaar* pro Analyse* eine etwa bleistiftdicke Strähne Kopfhautnah am Hinterkopf entnehmen und fixierenbitte Auftrag genau definieren ggf. telefonisch ankündigenBestätigungsanalyse bei positivem Screening-ErgebnisPositive Ergebnisse können auf unerwünschte Kreuzreaktionen zurückzuführen sein. Deshalb empfehlen die Fachgesellschaften und Testhersteller, diese durch eine zweite meist chromatographische Methode (z. B. GC/MS) bestätigen zu lassen.Serum, Urin, Magensaft, Pulverproben etc.quantitativ20 mL Urinauf Creatinin bezogene quantitative Bestimmung der EIAs; Profil wie qualitative Drogenscreening4 mL Serumqualitativer Nachweis diverser Substanzen: EIA auf Designer Drogen,
Barbiturate, Benzodiazepine, Kokain, Methadon, Opiate, Cannabis und ein GC/MS-Screening auf weitere Substanzen mit anschließender teilweise quantitativer BestätigungsanalyseAmphetamineAnalgetikaAntidepressivaBarbiturateBenzodiazepineBuprenorphinCannabisCodeinDesignerdrogenDihydrocodeinHalluzinogeneHeroinKokainLSDMethadonMethaqualonMorphinNaltrexonOpiateParacetamolPhencyclidinSalicylateDrogen-/MedikamentenscreeningWelches Probematerial wird benötigt?Welches Probematerial zum Nachweis von Drogen und/oder Medikamenten eingesetzt werden sollte, hängt von der Fragestellung und den Umständen der Probenahme ab. Das am häufigsten eingesandte Probematerial ist Spontanurin.Urin, Spontanurin+ nicht invasiv
+ hohe Konzentrationen der Analyten
+ lange Nachweiszeiträume
– Probenmanipulation möglich
– Rückschluss auf pharmakologische Beeinflussung schwierigSpontanurin ohne Zusätze; ggf. kühl und dunkel lagern; möglichst nah zum Missbrauchszeitpunkt entnehmen; keine Nahrungsmittel, in denen Mohnsamen enthalten sind; keine codeinhaltigen MedikamenteSerum, Vollblut+ keine Probenmanipulation
+ quantitative Bestimmung der Analyten möglich
+ Infektionsserologische Untersuchungen sind aus derselben Probe möglich
– medizinisches Personal notwendig
– niedrigere Konzentrationen der Analyten
– kürzere Nachweiszeiträume als im Urinzeitnah zum Missbrauchszeitpunkt; keine Nahrungsmittel, in denen Mohn enthalten ist; keine codeinhaltigen MedikamenteMagensaft, Erbrochenes+ hohe Konzentration toxisch relevanter Substanzen
– nur bei oraler Einnahme (Magenspülung)Schweiß+ lange Nachweiszeiträume
– Probenmanipulation möglichin so genanntem "sweatpad" sammelnSpeichel+ nicht invasive Probenahme
+ sonst siehe Serum
– nicht für alle Substanzen geeignetProbennahme z. B. mit SalivetteHaar+ lange Nachweiszeiträume (abhängig von der Haarlänge)
– niederschwelliger gelegentlicher Konsum ggf. nicht nachweisbar
– nicht alle Substanzen nachweisbarbleistiftdicke Strähne kopfhautnah am Hinterkopf abschneiden und ca. 80 Haare fixiert (Alufolie, Tesafilm) einsenden, minestens 100 mg pro AnalyseStoffproben+ Nachweis von toxisch relevanten Drogen und Medikamenten in diversen Materialien: Pulver, Tabletten, Spritzen, Tabakreste etc.Durchführung des Drogenscreenings1. Untersuchung auf ProbenmanipulationEin wichtiger Aspekt in der toxikologischen Analytik ist die Probensicherheit. Dabei kommt der Aufdeckung von Probenmanipulationen (z. B. Zugabe exogener Substanzen, Aufnahme hoher Flüssigkeitsmengen) immer größere Bedeutung zu. Aus diesem Grund geben wir auf dem Befund sehr ausführlich wichtige Parameter an, die eine Verfälschung der Urinprobe anzeigen können:
• Creatinin • pH-Wert • Nitrit, Chromate, Bleichmittel,
• Enzymreaktion • Geruch, Färbung Glutaraldehyd etc.2. Screening-UntersuchungenDie wichtigsten Drogen und Medikamente können schnell und mit hoher Empfindlichkeit mittels Enzymimmunoassays (EIA) in Urinproben nachgewiesen werden. Im Vergleich mit Teststreifen (Stics) sind Enzymimmunoassays um den Faktor 6 (je nach Parameter) empfindlicher. Ablesefehler - bei Teststreifen eine häufige Fehlerquelle bei schwach positiven Befunden - sind bei der automatisierten photometrischen Messung nahezu ausgeschlossen. Im Gegensatz zu Teststreifen liefern Enzymimmuno-assays quantitative Ergebnisse und unterliegen im Labor einer ständigen Qualitätskontrolle. Weitere Tests auf Nitrit, pH-Wert, Creatinin, Enzymreaktion etc. können parallel durchgeführt werden, wenn sie von Ihnen angefordert werden.
Kreuzreaktionen können zu falsch positiven Befunden führen.Im chromatographischen Screening mittels Dünnschichtchromatographie (DC) können viele Drogen und Medikamente in toxisch und therapeutisch relevanten Konzentrationen in Urinproben nachgewiesen werden. Mit dieser Technik lassen sich schnell und kostengünstig mehrere hundert Substanzen nachweisen.
Die Dünnschichtchromatographie ist eine gute Ergänzung zu den Enzymimmunoassays, die nur ein definiertes Substanzspektrum abdecken. Einige der im dünnschichtchromatographischen Screening detektierbaren Substanzen sind für den Nachweis eines Beikonsums von Bedeutung, da sie den Metabolismus des Methadons beeinflussen können.
B. auf dem "Laborauftrag Drogen" (Art.-Nr.: 111531) zu vermerken.3. Bestätigungsanalysen / DifferenzierungDie Bestätigungsanalyse wird mit einer unabhängigen Methode durchgeführt, um das Ergebnis des Screeningtests zu überprüfen und die Gefahr falsch positiver Befunde zu minimieren, die auf Kreuzreaktionen im Enzymimmunoassay zurückzuführen sind. Insbesondere sollten Befunde, aus denen soziale oder juristische Konsequenzen resultieren, durch eine entsprechende Analytik abgesichert werden.
Bei Gruppentests auf Opiate, Benzodiazepine oder Amphetamine kann nur anhand der Differenzierung mit einer zweiten, unabhängigen Methode unterschieden werden, ob z.B. der positive Opiat-Befund auf einen Heroinmiss-brauch oder eine Codeineinnahme zurückzuführen ist. Die Benzodiazepine sollten semiquantitativ als Einzelanalyte bestimmt werden, um zwischen Flunitrazepam- oder Diazepammissbrauch unterscheiden zu können. Liegt z. B. ein positiver Screeningbefund für Kokain vor, so kann die Bestätigungsanalyse bzw. Differenzierungsanalyse zwischen möglichen Konsumformen unterscheiden helfen: nasal als Kokain oder inhalativ als Crack.Alle Proben werden im Labor für mindestens einen Monat asserviert,
um ggf. weitere nachgeforderte Analysen durchführen zu können.Profildiagnostik
PharmakokinetikÜber welchen Zeitraum kann eine Substanz noch nachgewiesen werden?
Korrigiert man die quantitativen Ergebnisse der Enzymimmunoassays mit der Ausscheidungsrate (Creatinin im Urin), so kann dies wichtige Hinweise über den Therapieverlauf ergeben. Eine akute pharmakologische Beeinflussung des Patienten lässt sich nur durch den quantitativen Nachweis im Serum bestimmen.
Hinweis / Erläuterungen
Material
Hinweise zum Material
Referenzbereich
erhöhte Messwerte
verminderte Messwerte
siehe auch...
LADR-Themenhefte
Laborindex
Einheiten-Umrechner Umrechnungsfaktoren (PDF) Abkürzungen (PDF)
