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AllergieMittels RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) oder CAP-Test (Carrier-Polymer-System) werden die Konzentrationen des Gesamt-IgE und spezifischer IgE-Ak nachgewiesen.
Zunächst empfiehlt sich ein Screening auf die häufigsten Inhalations- bzw.
Nahrungsmittelallergene. Durch das Screening werden 95% der sensibilisierten Patienten identifiziert. Ergänzend wird die Bestimmung der Gesamt-IgE-Konzentration empfohlen, um die seltenen Fälle zu erfassen, die über die primäre Screening-Kombination nicht erkannt werden. Zusätzlich dient die Gesamt-IgE-Bestimmung als globaler Bestätigungstest einer IgE-vermittelten allergischen Erkrankung. Eine Sonderform der Allergiediagnostik stellt der CAST-Test dar, der vor allem bei der Frage nach Insektengiftallergien zum Einsatz kommt.
beiSpezifisches IgEAllergietest, Gruppen-Screening und Differenzierung,
V. a. Sensibilisierung gegen Allergene, die es nicht als Hauttest gibtRAST, CAP2 mL SerumLaborauftrag Allergieabklärung RAST (Art.-Nr.: 111416) anfordern; weitere Allergene auf Anfrage< 0,35 kU/LbeilPhadiatop-TestMischung häufiger inhalativer Allergene SX1 (g6, g12, t3, w6, d1, e1, e5, m2)1 mL SerumnegativGesamt-IgEV. a. atopische Erkrankungen; Differenzierung zwischen allergischem und pseudoallergischem Reaktionsmechanismus bei Urtikaria, Rhinitis, Asthma bronchiale, fraglicher Nahrungsmittel- oder Arzneimittelallergie; globales Monitoring zum Krankheitsverlauf einer atopischen Dermatitis; pauschale Erfolgskontrolle von Sanierungs- und Karenzmaßnahmen; diagnostischer Parameter bei Verdacht auf Aspergillose, Parasitosen, Immunmangelsyndromen, Myelomen; Abklärung pathologische Eiweißelektrophorese, monoklonale Gammopathiebceghiklmn1 mL SerumErwachsene < 100 kU/L
Kinder siehe BefundberichtAllergien, atopische und parasitäre Erkrankungen, Hyper-IgE-Syndrom, monoklonale Gammopathiehereditärer Mangel, sekundäre Immundefekte (maligne Tumoren)eCAST (Cellular Antigen Stimulation Assay)(keine Kassenleistung)V.a. und Differenzierung von Allergien gegen Lebensmittelzusatzstoffe, Medikamente, Bienen- und Wespengiftbitte nur montags bis mittwochs einsenden; nach Rücksprache ggf. fragliche Medikamente mitschicken3 mL EDTA-BlutMaterial gekühlt bei 8°C einsendeneiSpezifisches IgGV. a. Exogen Allergische Alveolitis; Assoziation mit Autoimmunerkrankungen und atopischen Erkrankungen2 mL Serumsiehe Befundberichtreaktiv bei allergischen Erkrankungen, Stimulierung des ImmunsystemsAllergieGesamt-IgEDie Bestimmung der Gesamt-IgE-Konzentration ist ein wertvoller Screening- Parameter bei Verdacht auf atopische Erkrankungen, da diese mit einer erhöhten Konzentration im Serum einhergehen. Voraussetzungen sind entsprechende klinische Symptome und der Ausschluss anderer Erkrankungen, wie Parasitenbefall, Autoimmunerkrankungen und Nierenerkrankungen, die ebenfalls zu erhöhten Werten führen.
Ein sehr starker IgE-Anstieg auf Spiegel von mehr als 20.000 kU/L ist typisch für das Hyper-IgE-Syndrom. Dieses ist gekennzeichnet durch rezidivierende Pyodermien (meist Staphylococcus aureus) auf der Grundlage eines chronischen Ekzems, mykotischer Infektionen (z. B. schwere destruktive Nagelveränderungen bei Infektionen mit Candida albicans) sowie Infektionen des Respirationstrakts. Das Ekzem steht einer impetiginisierten Neurodermitis nahe, unterscheidet sich von dieser jedoch durch einen meist auf das Gesicht und den behaarten Kopf beschränkten Befall. Labordiagnostisch findet man außer einem erhöhten Gesamt-IgE oft eine Eosinophilie des Blutes. Neugeborene mit einem Gesamt-IgE im Nabelschnurblut von mehr als 1,0 kU/L entwickeln zu 80% vor dem sechsten Lebensjahr Symptome einer Atopie (Neurodermitis, Asthma bronchiale, Rhinokonjunctivitis allergica, Urtikaria oder gastrointestinale Allergien).Spezifische IgE-AkDurch den Nachweis spezifischer IgE-Ak kann eine Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Allergen oder eine Allergengruppe nachgewiesen werden. Der in vitro diagnostische Nachweis hat immer dann Priorität vor klinischen Testverfahren, wenn diese eine potenzielle Gefährdung des Patienten darstellen.
Der Nachweis spezifischer IgE-Ak wird im Anschluss an Hauttestungen eingesetzt, um eventuelle Diskrepanzen zwischen Anamnese und Hauttestergebnis zu klären, den Sensibilisierungsgrad festzustellen und die für den Patienten dominanten Allergene zu identifizieren. Eine hohe Konzentration spezifischer IgE-Ak geht in der Regel mit akuten allergischen Symptomen einher und gebietet besondere Vorsicht für nachfolgende in vivo Testungen, insbesondere Provokationstestungen.Screening-Schema
Beispiel
Häufige Kreuzreaktionen
CASTCAST steht für "Cellular Antigen Stimulation Test". Aus dem EDTA-Blut des
Patienten isolierte Leukozyten werden dabei zunächst mit dem zu testenden
Allergen stimuliert. Anschließend werden die vorwiegend aus basophilen
Leukozyten stammenden Sulfidoleukotriene in einem Enzymimmunoassay quantitativ bestimmt. Die in vivo Synthese und Freisetzung dieser Mediatoren kann dabei sowohl IgE-vermittelt (bei allergischen Reaktionen) als auch nicht-IgE-vermittelt (bei "pseudoallergischen" Reaktionen) erfolgen.
Zur Testdurchführung wird EDTA-Blut benötigt (siehe A-Z-Teil). Bitte nehmen Sie vor Anforderung des CAST-Tests unbedingt Kontakt mit Ihrem LADR-Labor auf, um die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Allergene sowie das organisatorische Vorgehen zu klären.Spezifische IgG-AkAuch Antikörper vom IgG-Typ werden gegen eine Vielzahl von Substanzen wie Pflanzen- und Nahrungsbestandteile, Tiere, Pilze, Medikamente und Chemikalien gebildet. Die meisten dieser Antikörper, die man auch bei fast allen "Gesunden" nachweisen kann, sind ohne klinische Relevanz. Dies gilt insbesondere für IgG-Ak gegen Nahrungsmittel; hier fehlen aussagefähige Studien.
Anders ist die Situation beim Krankheitsbild der exogen-allergischen Alveolitis (EAA). Hier wird IgG-Antikörpern im Zusammenspiel mit zellulären Vorgängen eine ursächliche Beteiligung bei der Entwicklung der so genannten Farmerlunge und der Vogelhalterlunge und anderen selteneren Formen der EAA zugeschrieben. Es handelt sich hierbei um eine allergische Typ III-Reaktion. Voraussetzung scheint hierbei die Überschreitung einer minimalen Antikörperkonzentration zu sein. Unter Anwendung des CAP-Systems werden IgG-Ak gegen Aktinomyzeten, Aspergillen und weitere, sich in Heu und Stroh vermehrende Pilze und Bakterien (Farmerlunge), sowie gegen Tauben- und weitere Zuchtgeflügelfedern und -kot (Vogelhalterlunge) nachgewiesen.
Hinweis / Erläuterungen
Material
Hinweise zum Material
Referenzbereich
erhöhte Messwerte
verminderte Messwerte
siehe auch...
LADR-Themenhefte
Laborindex
Einheiten-Umrechner Umrechnungsfaktoren (PDF) Abkürzungen (PDF)
