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TumormarkerAls Tumormarker werden Bestandteile der Turmorzelle oder Stoffwechselprodukte des malignen Wachstums bezeichnet. Diese können im Tumorgewebe und nach Freisetzung in den Blutkreislauf im Serum oder anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden.
Tumormarker weisen unterschiedliche Organ- und Tumorspezifitäten auf. Unspezifische Tumormarker sind solche, die bei Tumoren unterschiedlicher Lokalisation und Entität in erhöhter Konzentration nachgewiesen werden können, aber auch bei benignen Erkrankungen gefunden werden, z. B.: carcinoembryonales Antigen (CEA). Tumormarker mit hoher Spezifität sind dagegen Calcitonin, Thyreoglobulin (TG) und prostataspezifisches Antigen (PSA).
Tumormarker sind in der Regel nicht zur Primärdiagnostik geeignet, allerdings haben sie bei der Früherkennung maligner Tumore in Risikogruppen einen festen Stellenwert erlangt, z. B.:
• AFP und β-hCG bei Verdacht auf Keimzelltumoren
• AFP bei Patienten mit Leberzirrhose (Leberzellkarzinom)
• PSA bei Männern über 50 Jahre (Prostatakarzinom)
• Calcitonin bei familiärem Vorkommen des medullären Schilddrüsenkarzinoms
In bestimmten Fällen ist es möglich, Marker zur Differenzialdiagnose, Lokalisation oder zur Prognosebeurteilung heranzuziehen.Beispiele• Differenzialdiagnose - Calcitonin zur Abgrenzung zwischen benignen
und malignen Veränderungen der Schilddrüse
• Lokalisation - Katecholamine beim Phäochromozytom
• Prognosebeurteilung - CYFRA 21-1 beim Bronchialkarzinom
- CEA beim Kolon-Rektum-Karzinom
- CA 125 beim Ovarialkarzinom
Tumormarker sind bei malignen Erkrankungen nicht immer erhöht nachweisbar. Erhöhte Werte werden oft erst im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium gefunden. Desweiteren kann die Konzentration von Tumormarkern im Serum auch bei zahlreichen benignen Erkrankungen erhöht sein, das heißt, die Spezifität ist häufig nicht befriedigend. Leichte Erhöhungen treten bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen oder anderen Ursachen, wie Rauchen (CEA) oder Alkoholabusus (CA 125) auf.
Malignombedingte Erhöhungen steigen im Krankheitsverlauf exponentiell an, während Markerwerte bei benignen Erkrankungen mit dem Krankheitsverlauf fluktuieren oder auf konstantem Niveau (Raucher) bleiben, so dass die Verlaufsbeobachtung häufig eine Abgrenzung erlaubt.
Die wichtigste Bedeutung der Tumormarker liegt in der Therapie- und Verlaufskontrolle bei Tumoren mit prätherapeutisch pathologischen Werten und in der Früherkennung von Metastasierung und/oder Rezidiven. Vor Beginn der Behandlung (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) empfiehlt es sich, für das jeweilige Malignom geeignete Marker (siehe Tabelle auf der nächsten Doppelseite) zu bestimmen. Diese Untersuchungen dienen als Ausgangswert der Kontrollen.Tumormarkerwerte, die mit verschiedenen Untersuchungsmethoden erstellt wurden, sind häufig nicht vergleichbar!Tumoren und geeignete Tumormarker
Tumormarker
Hinweis / Erläuterungen
Material
Hinweise zum Material
Referenzbereich
erhöhte Messwerte
verminderte Messwerte
siehe auch...
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Laborindex
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